Welcher Magnettyp für welche Anwendung?
| Magnettyp | Stromverbrauch | Wärmeentwicklung | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|
| Permanentmagnet | kein Strom | keine | Schleifen, Werkstattbetrieb, einfaches Fixieren |
| Elektromagnet | kontinuierlich | merkbar | Flachschleifen mit Kühlung, große Werkstücke |
| Elektropermanent | nur Schaltimpuls | praktisch keine | 5-Achs-Fräsen, Hochpräzision |
| Rundmagnet / Lasthebemagnet | je nach Bauart | je nach Bauart | Drehmaschinen, Werkstückhandling, Transport |
Häufige Fragen zur Magnetspanntechnik
Was ist Magnetspanntechnik?
Magnetspanntechnik nutzt Permanentmagnete, Elektromagnete oder elektropermanente Magnete, um ferromagnetische Werkstücke (Stahl, Guss) auf einer Spannplatte zu fixieren – ohne Backen oder Pratzen. Vorteil: Das Werkstück liegt vollflächig auf, ist von fünf Seiten zugänglich, und der Werkstückwechsel geht schnell.
Welche Werkstücke kann ich magnetisch spannen?
Ferromagnetische Werkstoffe: Stahl, Stahlguss, Grauguss, ferritischer Edelstahl. Die nötige Mindestdicke hängt von Polteilung und Magnetsystem ab. Nicht spannbar sind Aluminium, Kupfer, Messing, austenitische Edelstähle und Kunststoffe — hierfür sind Vakuum- oder mechanische Spanntechnik die richtige Wahl.
Worin unterscheiden sich Permanent-, Elektro- und Elektropermanent-Magnete?
Permanent-Magnetspannplatten werden manuell geschaltet und brauchen keinen Strom. Elektro-Magnetspannplatten brauchen eine dauerhafte Stromzufuhr; über das Steuergerät lassen sich Haftkraft und Entmagnetisierung einstellen. Elektro-Permanent-Magnetspannplatten schalten per kurzem Stromimpuls und halten dann ohne Dauerstrom – im Haltebetrieb erwärmen sich die Spulen daher nicht.
Welche Spannkräfte erreicht Magnetspanntechnik?
Die Nennhaftkraft hängt von Magnetsystem und Polteilung ab und ist je Modell im Datenblatt angegeben. Die tatsächlich wirksame Haltekraft hängt zusätzlich von Werkstoff, Werkstückdicke, Auflagefläche und Oberflächengüte ab – gern legen wir die passende Spannplatte für Ihr Werkstück aus.
Wird das Werkstück durch das Magnetfeld erwärmt?
Bei Permanent- und Elektropermanent-Systemen praktisch nicht. Elektromagnete erzeugen durch die Spule Wärme — das Werkstück kann sich um wenige Grad erwärmen. Für hochpräzise Bearbeitung sind Elektropermanent-Systeme daher die erste Wahl.
Bleiben Werkstücke nach dem Spannen magnetisiert?
Eine schwache Restmagnetisierung ist üblich; bei Elektro-Permanent-Magnetspannplatten ist sie laut Katalog gering. Bei elektrisch geschalteten Magnetspannplatten können die SPREITZER-Steuergeräte die Haftkraft regulieren und das Werkstück nach der Bearbeitung entmagnetisieren. Für besonders hohe Anforderungen empfehlen wir zusätzliche Entmagnetisierer.
Für welche Anwendungen ist Magnetspanntechnik typisch?
Klassisch: Flachschleifen (oberste Wahl), Profilschleifen, Erodieren (EDM), 5-Achs-Fräsen flacher Werkstücke, Drahterodieren, Plattenbearbeitung, Lohnfertigung. Vorteil bei Schleifprozessen: Werkstück lässt sich auch mit dünnster Aufspannhöhe bearbeiten.