Häufige Fragen zum Nullpunktspannsystem
Was ist ein Nullpunktspannsystem?
Ein Nullpunktspannsystem ist eine Schnittstelle zwischen Maschinentisch und Werkstückträger/Palette/Spannmittel. Der „Nullpunkt" — also die exakte Position in X, Y und Z — wird bei jedem Werkstück-/Palettenwechsel reproduzierbar wiederhergestellt. Damit entfällt die Werkstückvermessung bei jedem Rüstvorgang.
Welche Wiederholgenauigkeit ist erreichbar?
Laut SPREITZER-Katalog liegt die Wiederholgenauigkeit je nach Spanneinheit bei 0,005 mm bzw. 0,01 mm. Das macht Nullpunktspannsysteme ideal für die Serien- und Variantenfertigung, wo verschiedene Werkstücke nacheinander auf derselben Maschine bearbeitet werden.
Welche Betätigungsarten gibt es?
Am Markt gibt es mechanisch, pneumatisch und hydraulisch betätigte Nullpunktspannsysteme. Das SPREITZER-Nullpunktspannsystem ZPS ist mechanisch betätigt – einfach, ohne Druckluft- oder Hydraulikanschluss und kostengünstig. Es gibt 4-fach-Spanneinheiten und Spanneinheiten mit Indexierung.
Welche Spannkräfte werden erreicht?
Die Haltekraft ist je Spanneinheit im Katalog angegeben (Auswahlübersicht). Werden mehrere Spannzapfen bzw. Einheiten kombiniert, wirken die Kräfte gemeinsam; die Auslegung richtet sich nach Werkstück, Vorrichtung und Bearbeitungskräften.
Wie schnell ist ein Werkstückwechsel?
Gewechselt wird eine vorgerüstete Vorrichtung, statt neu auszurichten. In der Beispielrechnung im SPREITZER-Katalog sinkt die Rüstzeit je Vorgang von 30 auf 2 Minuten – laut Katalog sind bis zu 90 % kürzere Rüstzeiten möglich. In automatisierten Fertigungszellen übernimmt der Roboter den Wechsel.
Ist das System kompatibel mit anderen Standards?
Für verbreitete Nullpunkt- und Palettensysteme wie EROWA oder System 3R bietet SPREITZER Zentrischspanner mit passender Schnittstelle an (Katalog „Werkstück-Spanntechnik für Nullpunktspannsysteme & Paletten-Automation“). Ob sich das SPREITZER-Nullpunktspannsystem mit einem vorhandenen Fremdsystem kombinieren lässt, klären wir im Einzelfall.
Für welche Anwendungen lohnt sich ein Nullpunktspannsystem?
Ein Nullpunktspannsystem lohnt sich vor allem bei häufigen Rüstvorgängen. Klassisch: Variantenfertigung, Werkzeug- und Formenbau, Lohnfertigung, Erodieren mit Palettenwechsel und Werkstückautomation mit Roboter-Beladung.