Gefrierspanntechnik im Vergleich zu anderen Spannarten
| Spannart | Werkstückmaterialien | Werkstückverformung | Spannzeit | Typische Anwendung |
|---|---|---|---|---|
| Gefrierspanntechnik | zahlreiche Werkstoffe, z. B. Metall, Kunststoff, Keramik, Glas (Eignung prüfen) | ohne mechanische Klemmkraft | wenige Sekunden anfrieren | Dünnbleche, filigrane Bauteile, Medizintechnik, Optik |
| Magnetspanntechnik | nur ferromagnetisch (Stahl, Guss) | gering (flächige Spannung) | schnell schaltbar | Schleifen, Fräsen, Erodieren von Stahl |
| Vakuumspanntechnik | dichte Materialien (Alu, Kunststoff) | gering (flächige Spannung) | schnell schaltbar | flache Werkstücke aus Alu, Kunststoff, Composites |
| Mechanisch (Schraubstock) | formstabile Werkstücke | möglich bei dünnen Teilen | je nach Spannmittel | Standardwerkstücke, schwere Schnittkräfte |
Häufige Fragen zur Gefrierspanntechnik
Was ist Gefrierspanntechnik?
Gefrierspanntechnik (Vereisungsspannen) hält Werkstücke durch eine dünne Eisschicht zwischen Werkstück und Spannplatte. Das Werkstück wird auf die befeuchtete Gefrierplatte gesetzt, die laut Katalog über einen Druckluftwärmetauscher gekühlt wird; nach wenigen Sekunden entsteht Eis, das das Werkstück hält – ohne mechanische Klemmkräfte.
Welche Werkstücke eignen sich für Gefrierspanntechnik?
Vor allem empfindliche, dünne oder schwer spannbare Werkstücke sowie sehr kleine und filigrane Bauteile. Laut Katalog lassen sich unter anderem Metall, Kunststoffe, Keramik, Graphit, Glas, Gummi, Neopren und Textilien spannen. Ob sich Ihr Werkstück eignet, prüfen wir im Einzelfall.
Welche Haltekraft erreicht Gefrierspanntechnik?
Die Haltekraft hängt von Werkstoff, Auflagefläche und Oberfläche ab; die Nennwerte stehen im Katalog bzw. Datenblatt der jeweiligen Gefrierspannplatte. Ob die Haltekraft für Ihre Bearbeitung ausreicht (z. B. Fräsen, Schleifen, Bohren, Erodieren), prüfen wir gern anhand Ihres Werkstücks.
Wie schnell ist der Werkstückwechsel?
Das Anfrieren dauert laut Katalog nur wenige Sekunden; gelöst wird das Werkstück durch Auftauen. Die genauen Zeiten hängen von Plattengröße und Werkstück ab.
Wird das Werkstück durch das Vereisen beschädigt?
In der Regel nicht: Das Werkstück wird ohne mechanische Klemmkräfte gehalten, und nach dem Auftauen bleiben laut Katalog keine Rückstände am Werkstück. Ob ein Werkstoff die niedrige Temperatur verträgt, prüfen wir im Einzelfall – laut Katalog lassen sich unter anderem Metall, Kunststoffe, Keramik, Graphit und Glas spannen.
Für welche Anwendungen ist Gefrierspanntechnik besonders geeignet?
Klassische Anwendungen: Dünnblech-Fräsen und -Schleifen, Bearbeitung filigraner Aluminium- und Kupferteile, Composites-/CFK-Bearbeitung, Bearbeitung von Glas und Keramik, Filigran-Werkzeugbau, Elektronik-Gehäuse, Medizintechnik-Bauteile und Optik-Komponenten.
Lässt sich Gefrierspanntechnik mit Nullpunktspannsystemen kombinieren?
Ja. SPREITZER-Gefrierspannplatten haben ein Standard-Bohrbild zur Aufnahme auf Nullpunktspannsystemen. Das ermöglicht reproduzierbare Werkstückpositionierung in der Serienfertigung mit Palettenwechsel — kombiniert mit der schonenden Werkstückaufnahme der Gefriertechnik.