Spanntechnik

Magnetspanntechnik: wie magnetisches Spannen funktioniert

Kurz gefasst:

  • Magnetisches Spannen hält ferromagnetische Werkstücke flächig und verzugsarm.
  • Permanent- und Elektro-Permanent-Systeme halten auch ohne Strom.
  • Alle fünf freien Seiten bleiben in einer Aufspannung bearbeitbar.

Wie funktioniert magnetisches Spannen?

Eine Magnetspannplatte erzeugt ein Magnetfeld, das ferromagnetische Werkstücke flächig auf die Auflage zieht. Die Haltekraft verteilt sich gleichmäßig – das reduziert punktuelle Belastungen und Verzug.

Permanent, Elektro-Permanent oder Elektromagnet?

Permanentmagnet

Hält ohne Energiezufuhr; die Haltekraft wird mechanisch zu- oder abgeschaltet.

Elektro-Permanent

Wird per kurzem Stromimpuls magnetisiert bzw. entmagnetisiert und hält danach ohne Dauerstrom – sicher auch bei Stromausfall.

Elektromagnet

Benötigt Dauerstrom für die Haltekraft.

Vorteile der Magnetspanntechnik

  • freie Zugänglichkeit von fünf Seiten
  • gleichmäßige, flächige Haltekraft
  • verzugsarm, schnelles Spannen und Lösen

Voraussetzungen

Das Werkstück muss ferromagnetisch sein und plan aufliegen. Materialdicke und Auflagefläche beeinflussen die Haltekraft, da der Magnetfluss durch das Werkstück geführt wird.

Häufige Fragen

Welche Werkstoffe lassen sich magnetisch spannen?

Nur ferromagnetische Werkstoffe wie Stahl und Guss. Nicht-magnetische Werkstoffe wie Aluminium oder Kunststoff werden besser über Vakuum gespannt.

Verliert eine Magnetspannplatte bei Stromausfall die Haltekraft?

Permanent- und Elektro-Permanent-Systeme halten auch ohne Strom sicher. Nur reine Elektromagnete benötigen dauerhaft Strom.

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Rechteckige Permanent-Magnetspannplatte SPNM

Auf einen Blick

Thema
Autor
SPREITZER Redaktion
Veröffentlicht
23. Juni 2026
Aktualisiert
23. Juni 2026
Lesezeit
3 Min.